New hair – do care!

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Drei Jahre und ein paar Monate hat es gedauert, bis mein Haar nach einer äußerst schlecht durchdachten Spontanentscheidung zum Kurzhaarschnitt wieder die Länge erreichte, die üblicherweise als Brustlänge durchgeht. Drei lange Jahre, in denen ich ein Bild von mir und meiner langen, wallend-brauenen Mähne vor meinem geistigen Auge sah und in denen ich bei jedem Frisörbesuch um die obligatorische Spitzenlänge kämpfte.
Seit dem Kindesalter trage ich eher kürzeres bis mittellanges Haar und so richtig lang waren sie eigentlich noch nie. Paradox, denn ich habe voluminöses, dickes und gesundes Haar, einen wundervollen natürlichen Glas und keinerlei Bedarf an Volumenspray oder ähnlichen Zaubermitteln. Die optimale Ausgangslage für jegliche Art von Haarschnitt und ein absoluter Luxus, um den mich so manche Frau beneidet.

Seit der Kurzschlussreaktion vor drei Jahren war Kate Middleton’s feminin-romantische Frisur das auserkorene Ziel und mein Maß aller Dinge. Nach besagter Zeit voller Geduld und Pflege bin ich heute zumindest haartechnisch auf Augenhöhe mit der Herzogin und blicke prüfend in den Spiegel. Das Ergebnis ist langweilig. Voll und ganz langweilig. Dieses Spiegelbild passt nicht zu mir. Ich bin frech. Manchmal vielleicht auch ein bisschen vorlaut. Und ich bin schlagfertig, taff, selbstbewusst und zielstrebig. Doch ich bin nunmal keine Prinzessin. Enttäuschung macht sich nach und nach in mir breit, denn mein Haarschnitt, den ich für so erstrebenswert hielt, passt einfach nicht zu meinem Charakter.  Ganz schön mies, dass ich für diese Erkenntnis volle drei Jahre brauchte.

Eine Veränderung muss her. Am besten sofort, vielleicht ja ein paar Highlights oder gar eine neue Farbe, oder doch nur ein paar Stufen mehr?

Zwei Tage später sitze ich auf dem einladenden Ledersofa meiner Frisörin und google heimlich nach Longbobs.
Oh je, sie wird mich erwürgen, wenn ich ihr das sage. Schließlich war sie Hauptleidtragende meines Kampfes um jeden Zentimeter Haarspitze‘.

Google Images wirft mir haufenweise Bilder einer unglaublich gut aussehenden Charlize Theron mit Longbob und einer kurzhaarigen Heidi Klum aus, die frech in die Kamera lugt. Nach nicht einmal zweiminütiger Google Recherche steht fest: DAS brauche ich auch! Frech und mutig, stilvoll und elegant oder kurz gesagt: die Haare müssen ab.
Meine Frisörin hat zunächst große Mühe, die Schere in ihrer Hand nicht gegen meinen Leib sondern meine Haare zu richten und muss schließlich dennoch herzhaft über meine plötzliche Experimentierfreude lachen. Manchmal sind spontane Entscheidungen eben doch die besten.

Das Ergebnis ist noch etwas ungewohnt aber unheimlich befreiend: Einer frecher, spritziger Longbob!

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Autor: westendbirds

Corporate Fashion, Beauty and Lifestyle Blog

7 thoughts

  1. Mir gefallen sowohl deine langen Haare, als auch der neue Longbob. Ich finde es lustig, dass man immer das will, was man gerade nicht hat. Erst lässt man das Haar, oder auch das Pony, ewig wachsen, weil das blöde Pony endlich wieder lang sein soll, und ist es dann lag, lässt Frau es wieder abschneiden :-D.
    Das ist aber auch schwer, bei den ganzen tollen Frisuren standhaft zu bleiben. Dummerweise bekommt man das Gesicht zu der Frisurenvorlage halt nicht gleich mit geschnitten bekommen :-D, weshalb der Schnitt dann irgendwie nie so aussieht, wie man wollte.
    Da muss man wohl einfach seinen eigenen Typ finden.

    Liebste Grüße,
    Jane von Shades of Ivory

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