Detox Part I

Seit drei Tagen befinde ich mich nunmehr in der Heilfastenklinik Buchinger auf Marbella an der wundervollen Costa del Sol und damit ist es höchste Zeit, meine ersten Eindrücke zu teilen.

Die Klinik befindet sich leicht außerhalb des Stadtzetrums am Hang der Berge und eröffnet einen wunderschönen Blick über das Tal bis hin zum Meer. Eingebettet in üppiger Vegetation und umgeben von Palmen ist schon der Empfang ein wahres Erlebnis. An jeder Ecke duftet es anders, meist nach Hibiskus, Organgenblüten oder Orchideen. Zusammen mit der hochstehenden Sonne und einem angenehm lauen Lüftchen könnte man hier glatt drei Wochen Urlaub verbringen.

Tag 1 – Die Ankunft

Beim Betreten der Klinik, die eigentlich eher einem 5-Sterne Hotel entspricht, wird mir schlagartig bewusst, dass es jetzt richtig ernst wird. Die Handyverbotsschilder sind kaum zu übersehen, denn neben körperlicher Entgiftung ist hier auch mentales Entschleunigen angesagt. Wer möchte, kann sein Smartphone für die Dauer des Aufenthalts gleich am Empfang abgeben. Ich behalte meines – man muss ja nicht gleich übertrieben. Tatsächlich herrscht auf dem Gelände eine sehr ruhige und bedachte Atmosphäre, in der man die Hektik des Alltags nur allzu gerne hinter sich lässt. Auf eine Einführung in das Fastenprogramm folgt ein ausführlicher Rundgang durch die Anlage, der es wirklich an nichts fehlt: Yoga- und Pilatesstudios, beheizte Meerwasserpools, Tennisplätze, Entspannungsräume, Bibliothek, Ärtzetrakt und natürlich ganz viel Massageangebote. Die Zimmer sind klein und überschaubar, aber im mediterranen Stil und mit viel Liebe eingerichtet. Als Abendessen erhalten die „Neuankömmlingen“ eine Tomatensuppe und einen Tee ihrer Wahl. Ich will ehrlich sein, ich hätte nach dem Flug einen bunten Salat und eine ordentliche Portion Pommes sehr zu schätzen gewusst. Aber gut, gibts halt nicht.


Tag 2 – Der Entlastungstag

Am Entlastungstag darf man den ganzen Tag über noch Nahrung zu sich nehmen, jedoch nur noch ca. 600 Kalorien. Der Tag beginnt schon früh mit einem morgendlichen Check-Up bei der Krankenschwester, die täglich Blutdruck, Gewicht und körperliche Befindlichekeiten genauestens überwacht. Danach wird im Salon ein richtig leckeres Obstfrühstück serviert. Mango und Ananas schmecken im Süden einfach um Längen besser und die Orange kommt direkt aus dem Garten. Dazu gibt es Tee, ohne Koffein versteht sich, und Wasser en mass. Es folgen ein langes Arztgespräch und sämtliche Untersuchungen, sodass ich eigentlich bis mittags noch keinen großen Hunger verspüre. Gegen 13:30 wird eine kleine Schale Reis mit Tomatensoße gereicht und gegen 19:00 nochmal ein leckerer Obstteller. Gegen Nachmittag sinkt meine gute Laune langsam, denn das Hungergefühl setzt nun richtig ein und damit auch starke Kopfschmerzen. Die sind wiederum meinem niedrigen Blutdruck zu verdanken, was aber laut Ärztin völlig normal ist für die ersten vier Tage. Etwas schlapp und matt gehe ich früh zu Bett in der Hoffnung, dass es am darauffolgenden Tag wieder bergauf geht.

Tag 3 – Der erste Fastentag

Meine Laune könnte kaum schlechter sein. Ich habe unruhig und nur wenig geschlafen, musste durch die vielen Lite Wasser ständig auf Toilette und habe immer noch starke Kopfschmerzen. Alles normal… Auf mein morgendliches Check- Up erhalte ich einen Krug mit lauwarmen Wasser, worin etwa 30g Glaubersalz aufgelöst sind. Dieses hat eine stark abführende Wirkung und sorgt dafür, dass der Körper einmal komplett entleert wird. Den Rest des Tages verbringe ich also im Umkreis von maximal 20 Metern zur nächsten Toilette, denn sonst kann es sehr schnell unangenehm werden. Zum „Frühstück“ gibt es eine Tasse grünen Tee mit Honig, der für die Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels unheimlich wichtig ist. Ich habe einen Mordshunger und denke sehensüchtig an mein selbstgemachte Müsli zuhause und frisches Obst. Gegen 13:00 bringt die Krankenschwester eine klare Suppe, dazwischen gibt es wieder literweise Wasser. Der Hunger ist leider nach wie vor vorhanden, doch langsam wird mir auch ein bisschen übel – eine ziemlich komische Mischung. Immerhin sind meine Kopfschmerzen jetzt verschwunden und ich merke, wie meine Laune wieder langsam steigt. Trotzdem fühle ich mich noch ziemlich kaputt und antriebslos, denn der Körper befindet sich jetzt in einer radikalen Umstellung des Stoffwechsels. Ich bin bester Dinge, dass bis morgen das Hungergefühl verschwunden ist und ich mich fit genug fühle, die Marbella zu erkunden.

Wie es weiter geht? Ich weiß es noch nicht – aber ihr werdet es als Erste erfahren! Seid gespannt auf meinen Detox Part II!

Autor: westendbirds

Corporate Fashion, Beauty and Lifestyle Blog

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